ERASMUS+ 2016-2018 „Peer-Teaching mit digitalen Medien als Chance für die Entwicklung von Basiskompetenzen“

Partnerschule: BG/BRG Fürstenfeld/Österreich

Das Konzept:

Digitale Medien werden ständig weiterentwickelt und vielseitig genutzt. Unsere SchülerInnen (Alter: 13-19 Jahre) nutzen solche Geräte privat, aber auch im Unterricht haben sie Einzug gehalten. An beiden beteiligten Schulen existieren bereits iPad-Klassen, aber auch andere digitale Medien wie z. B. Smartphones werden verstärkt im Unterricht genutzt.
Damit diese Nutzung sinnvoll und gewinnbringend geschieht, müssen entsprechende Einsatzszenarien ausprobiert und reflektiert werden. Dies geschieht im Projekt auf mehreren Ebenen:

1. PEERTEACHING
1.1 PEERTEACHING durch AUSTAUSCH von SELBST ERSTELLTEN DIGITALEN LERNMATERIALIEN MIT DER PARTNERSCHULE: Mit dem Projekt sollen SchülerInnen selbst digitale Lernmaterialien (v. a. Lernvideos) erstellen, die dann wiederum von anderen SchülerInnen beider beteiligten Schulen genutzt werden können. Dieses Peerteaching soll wiederum in folgenden drei Gebieten durchgeführt werden:

1.1.1 Unterrichtsfächer: In verschiedenen Unterrichtsfächern sollen digitale Lernmaterialien zur Förderung von Basiskompetenzen erstellt werden.

1.1.2 Medienkompetenz: Die SchülerInnen sollen auch digitale Lernmaterialien erstellen zu verschiedenen Bereichen der Medienkompetenz, insbesondere zum sinnvollen Einsatz bestimmter Apps/Lernprogramme, aber auch zur kritischen Reflexion der Mediennutzung und den rechtlichen Rahmenbedingungen.

1.1.3 Förderung der Integration von Flüchtlingen an beiden Schulen: An beiden Schulen existieren inzwischen Flüchtlingsklassen. Um die Integration dieser Schüler zu fördern, werden länger im Land lebende Schüler, aber auch neu hinzugekommene Flüchtlinge für Flüchtlinge digitale Lernmaterialien erstellen. (Den Ansatz, Flüchtlinge über Erklärvideos über wichtige Themen zu informieren, verfolgt z. B. auch das bayerische Justizministerium: https://www.justiz.bayern.de/service/fluechtlinge-asylbewerber/videos/)
Der Ansatz der Nutzung digitaler Lernmaterialien hat den Vorteil, dass sie jederzeit verfügbar sind. Sie können immer wieder genutzt/abgespielt werden, bis entsprechende Lerninhalte verstanden sind. Damit können z. B. SchülerInnen mit Lernproblemen profitieren. Insgesamt ermöglichen digitale Lernmaterialien individualisiertes Lernen.

Zudem ist die Nutzung sehr niederschwellig, da heutzutage i. d. R. alle Jugendliche über ein Smartphone bzw. Tablet verfügen und dieses täglich intensiv nutzen. Ein solches Medium für den Unterricht zu nutzen ist zudem motivierend. Daneben sind die Möglichkeiten des kollaborativen, selbsttätigen Lernens hervorzuheben. Diese Möglichkeiten werden im Projekt besonders gefördert, da SchülerInnen für SchülerInnen selbst digitale Lernmaterialien in Gruppen erstellen.

Denjenigen Jugendlichen, die sich keine digitalen Medien leisten können, werden wir Leihgeräte zur Verfügung stellen, damit auch diese vom Angebot profitieren können.

Die Lernmaterialien sollen von SchülerInnen gegenseitig evaluiert und evtl. nachgebessert werden.

Diese selbst erstellten digitalen Lernmedien sollen abschließend auf eTwinning veröffentlicht werden, sodass dann Lernende in ganz Europa davon profitieren können.

1.2. PEERTEACHING im Rahmen von PROJEKTTREFFEN (LEHR-/LERNAKTIVITÄTEN) an beiden Schulen
Einmal pro Jahr finden Lehr-/Lernaktivitäten mit je 15 SchülerInnen und 2 Lehrkräften an je einer Schule statt. Die SchülerInnen produzieren in diesem Rahmen ebenfalls Lernmaterialien gemeinsam.

Das 1. Treffen findet in Österreich statt. Dort werden Materialien im Bereich Naturwissenschaften erstellt, die dann wiederum per Peerteaching für jüngere Schüler genutzt werden.

Beim 2.Treffen in Friedberg werden SchülerInnen kreative digitale Lernmaterialien zu einem Roman über Cybermobbing erstellen.
Daneben werden die SchülerInnen ihre Heimatstadt den anderen SchülerInnen vorstellen. Dies soll auch mit der Unterstützung von digitalen Hilfsmitteln geschehen (z.B. Geocaching).

2. LEHRERINNENAUSTAUSCH
Im Rahmen von zwei transnationalen Projekttreffen (an jeder Schule eines) mit je 4 Lehrkräften werden Hospitationen durchgeführt und besprochen sowie Workshops zum Einsatz von digitalen Medien an den Schulen für Lehrkräfte durchgeführt. Unterrichtsbeispiele, Apps, usw. werden weiterhin im bereits bestehenden Blog (http://ipad-unterricht.blogspot.de/) veröffentlicht und in einem eBook kostenlos veröffentlicht.

Die Erfahrungen und Unterrichtsbeispiele werden im Rahmen von schulinternen, regionalen Lehrerfortbildungen sowie gemeinsamen, länderübergreifenden Online-Fortbildungen mit Adobe Connect (evtl. über eTwinningLive), weitergegeben.

Mit dem Projekt sollen sowohl die Basiskompetenzen in verschiedenen Fächern gesteigert werden als auch die sinnvolle und reflektierte Nutzung von digitalen Medien und die Integration von Flüchtlingen bzw.  der kulturelle Austausch. Lehrkräfte an beiden Schulen, in der Region und auch europaweit sollen durch das Projekt befähigt werden, verstärkt digitale Medien im Unterricht einzusetzen.

Zum Artikel über das 1. Treffen in Fürstenfeld (Österreich)